Erholungsdruck und Wildtierlebensräume

Am 26. August 2014 luden die AfW und JagdSchweiz luden zu einem «Runden Waldtisch» in den Schiltwald bei Emmen (LU). Rund 40 Jäger, Waldfachleute, Sportler, Forscher usw. diskutierten über das Thema «Erholungsdruck und Wildtierlebensräume». Eine Frage beispielsweise war, ob es auch im Mittelland Wildruhezonen braucht.

Das Bevölkerungswachstum in den Städten und Agglomerationen bringt es mit sich, dass die Naherholungsgebiete immer wichtiger werden. Spaziergänger, Jogger, Biker und Reiter suchen im nahen Wald Erholung vom Alltag und von der Arbeit. Familien, Pfadfinder und Geocacher nutzen den Wald für ein Abenteuer oder einen Ausflug. Sogar in der Dämmerung und in der Nacht gibt es im Wald kaum noch Ruhe. Viel wurde in den letzten Jahren geforscht und geschrieben über die Konflikte, welche sich durch die intensive Nutzung der Naherholungsgebiete ergeben: Konflikte mit den Anliegen der Waldwirtschaft oder des Naturschutzes, aber auch zwischen den verschiedenen Erholungssuchenden. Weniger häufig gesprochen wird hingegen über Auswirkungen auf die Wildtiere und die Jagd.

Folgende Fragen standen im Zentrum:

  • Was passiert mit den Lebensräumen der Wildtiere bei grossem Erholungsdruck?
  • Welches sind die Ansprüche von Bikern, Reitern, Orientierungsläufern und Pfadfindern...?
  • Wo gibt es Konflikte? Wie können diese entschärft werden? Wo gibt es Lösungen?
  • Braucht es in Zukunft auch Wildruhezonen für den Sommer bzw. im Flachland?
  • Wie stehen die Erholungssuchenden zur Ausscheidung von Wildruhezonen?
  • Macht eine nationale Sensibilisierungskampagne mit Verhaltensregeln Sinn?